Start Standard und Merkmale Standard 2004 Herrmelin BlA

Hermelin (He)


Bewertungsskala:

1. Gewicht

20 Punkte

2. Körperform, Typ und Bau

20 Punkte

3. Fellhaar

15 Punkte

4. Kopf

15 Punkte

5. Ohren

15 Punkte

6. Farbe und Gleichmäßigkeit

10 Punkte

7. Pflegezustand

5 Punkte

 

 

 

100 Punkte


 

Gewichtsbewertung:
 
1,00->1,05
->1,10
-> 1,35
-> 1,40
-> 1,45
-> 1,50 kg
 
18
19
20
19
18
17 Punkte


 

1. Gewicht

Normalgewicht über 1,1 bis 1,35 kg. Mindestgewicht 1,0 kg, Höchstgewicht 1,5 kg. Die Hermelin sind ausgesprochene Zwergkaninchen. Um einerseits einer allzu intensiven „Verzwergung“ vorzubeugen und andererseits den Typus eines Zwergkaninchens vollendet zu erhalten, gilt als Normalgewicht ausgewachsener Zuchttiere ein solches zwischen 1,1 und 1,35 kg.

2. Körperform, Typ und Bau

Als ausgesprochenes Zwergkaninchen weicht das Hermelin im Typ ganz erheblich von den übrigen Rassen ab. Die Körperform ist gedrungen, walzenförmig, vorne und hinten gleichmäßig breit. Der Rumpf ist kurz und die Hinterpartie gut abgerundet. Die kurzen Läufe sind dem Zwergtyp angepasst. Die Blume ist klein und liegt fest am Körper an. Der Körper der Häsin unterscheidet sich von dem des Rammlers kaum und ist wie der des Rammlers von jeglichem Wammenansatz frei.
Leichte Fehler: (s. Allgemeines) Leichte Abweichungen vom Typ, insbesondere leicht verjüngte oder leicht gestreckte Form.
Schwere Fehler: (s. Allgemeines) Insbesondere stark vom Typ abweichender schmaler und langgestreckter Rumpf. Wammenansatz bei beiden Geschlechtern.

3. Fellhaar

Das Fellhaar des Hermelinkaninchens unterscheidet sich in seiner Struktur von dem der anderen Rassen. Es ist kurz und dicht und fühlt sich infolge seiner feinen Struktur etwas weicher an. Die Begrannung ist fein, gleichmäßig und ohne deutlich überstehendes grobes Grannenhaar. Die Ohren sind gut behaart.
Leichte und schwere Fehler: s. Allgemeines

4. Kopf

Im Verhältnis zur Kleinheit des Tieres ist der Kopf groß und tritt markant in Erscheinung. Er ist kurz und kräftig, Stirn und Schnauzpartie sind breit (Stirnbreite beim Rammler in Augenhöhe etwa 5,5 cm, bei der Häsin ca. 5 cm). Der Kopf sitzt dicht am Rumpf. Die Augen sind groß und treten etwas hervor. Der Kopf der Häsin tritt ebenfalls markant in Erscheinung; er ist jedoch - v.a. infolge der weniger ausgeprägten Backenbildung - insgesamt etwas feiner.
Leichte Fehler: Nicht entsprechend ausgeprägte Kopfbildung. Tief liegende Augen. Schwere Fehler: Häsinnenkopf beim Rammler; ausgeprägter Rammlerkopf bei der Häsin.

5. Ohren

Die Ohren sind, der Zwergform entsprechend, relativ kurz, sollen aber dennoch in einem harmonischen Verhältnis zur Größe des Kopfes und des Rumpfes stehen. Als ideal gilt eine Ohrenlänge von ca. 5,5 cm je nach Größenrahmen des Tieres. Die Mindestlänge beträgt 4,5 cm, die Höchstlänge 7 cm. Die Ohren sollen zusammenstehend, nach oben leicht V-förmig geöffnet getragen werden. Sie sollen, der Zwergrasse entsprechend, kräftig und fest im Gewebe und oben schön abgerundet sein.
Leichte Fehler: Etwas lange Ohren über 6 cm bis zur Höchstlänge von 7 cm: Abzüge je nach Grad der Abweichung und nach Gesamterscheinungsbild - in der Regel für jeden halben Zentimeter ein Punktabzug. Etwas grob erscheinende Ohren; breit getragene Ohren; dünne, faltige oder spitze Ohren.
Schwere Fehler: Zu kurze Ohren unter 4,5 cm oder zu lange Ohren über 7 cm. In der Haltung stark abweichende, sehr dünne oder zu grob strukturierte Ohren.

6. Farbe und Gleichmäßigkeit

Die Deckfarbe, mit gutem Glanz versehen, ist rein weiß und erstreckt sich ohne jede farbliche Abweichung über den gesamten Körper, Kopf und Ohren, Bauchseite und Läufe eingeschlossen. Am Bauch ist der Glanz etwas schwächer ausgeprägt. Weiß ist ebenso die Unterfarbe, die sich von der Deckfarbe nicht merklich unterscheidet. Die Augen der Rotaugen (Albinos) sind rot durchleuchtend, die Augen der Blauaugen sind blau, die Krallen sind pigmentlos (weiß).
Leichte Fehler: Leicht gelblicher oder grauer Anflug, schwacher Glanz.
Schwere Fehler: Stark gelblicher oder grauer Anflug in der Deckfarbe; gänzlich fehlender Glanz. Andere als die geforderte Augenfarbe, zweierlei Krallenfarben.

7. Pflegezustand

Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter,seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten.

Anmerkung: Da ein guter Pflegezustand die absolute Voraussetzung eines jeden Ausstellungstieres ist. Wird in dieser Position keine positive Bemerkung gegeben.

Leichte Fehler: Hierzu gehören: saubere Läufe,Ohrenund Geschlechtspartie,gut geschnittene und reinliche Krallen usw. Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen Leicht Filzbildung bei Normal-,Haarstruktur-und Kurzhaarrassen.

Schwere Fehler: Stark verschmutzte Tiere. Starke Filzbildung bei Normalhaar-,Haarstruktur- und Kurzhaarrassen.